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Voller Erfolg beim Tag der offenen Tür in der ersten barrierefreien gynäkologischen Praxis in Bremen!

Viele Interessierte – unter ihnen zahlreiche Rollstuhlfahrerinnen – nutzten am 07. November 2012 den Tag der offenen Tür, um die Praxis einmal näher in Augenschein zu nehmen und gemeinsam den ersten Jahrestag seit Eröffnung der Praxis zu feiern. Darüber freuten sich die InitiatorInnen des Projekts sehr.

Rednerin beim Tag der offenen Tür der barrierefreien gynäkologischen Praxis

Ein Jahr Praxisbetrieb –  das ist ein guter Anlass, um auf die gemachten Erfahrungen zu blicken und gleichzeitig das Angebot vor allem unter mobilitätsbeeinträchtigten Frauen noch bekannter zu machen.

Frauen, die das Angebot der Praxis bereits in Anspruch genommen haben, berichteten beim Tag der offenen Tür, dass dies eine völlig neue Erfahrung für sie gewesen sei. Manch eine von ihnen war bereits seit vielen Jahren nicht mehr in einer gynäkologischen Praxis gewesen, sei es, weil sie aufgrund vorhandener Barrieren gar nicht erst hinein gekommen sind oder weil sie schlechte Erfahrungen in einer nicht auf die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrerinnen eingestellten Praxis gemacht hatten.
Hier nun konnten sie endlich eine Praxis kennen lernen, bei der sie nicht nur barrierefrei ins Haus kommen, sondern bei der auch die Ausstattung der Praxisräume auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. So gibt es neben einem stufenlosen Zugang, elektrisch öffnenden Türen und einem rollstuhlgerechten WC auch einen speziellen gynäkologischen Untersuchungsstuhl, der höhenverstellbar und mit einem Lifter unterfahrbar ist, so dass auch Rollstuhlfahrerinnen sicher auf den Stuhl übersetzen können.
Das wollten sich viele Frauen beim Tag der offenen Tür gleich einmal näher anschauen bzw. sich zeigen lassen.

 

Frau Dr. Schubert Stadler, eine der zurzeit etwa 10 am Projekt beteiligten Gynäkologinnen und Gynäkologen bestätigte in ihrer Begrüßungsansprache diese Einzigartigkeit der Praxis.
Nicht nur für viele behinderte Frauen sei dies eine neue Erfahrung, sondern auch für die beteiligten Ärztinnen und Ärzte. Sowohl die Ausstattung der barrierefreien gynäkologischen Praxis als auch der organisatorische Ablauf seien so ganz anders als sie es aus dem  üblichen Praxisbetrieb kenne, betonte Schubert-Stadler.
Hier wird von vornherein ausreichend Zeit für die einzelnen Patientinnen eingeplant. Neben der Barrierefreiheit sei dies ein ganz wichtiger Aspekt, wie viele der anwesenden behinderten Frauen betonten. Das, was sie an diesem Tag von „praxiserfahrenen“ behinderten Frauen, vom Personal vor Ort oder auch von einzelnen Ärztinnen und Ärzten gehört haben, hat so manch eine von ihnen darin bestärkt, demnächst auch einen Termin in der barrierefreien gynäkologischen Praxis zu vereinbaren.

 

Vor einem Jahr ging die Praxis als gemeinsam von der Kassenärztlichen Vereinigung Bremen, der Senatorin für Gesundheit und dem Klinikum Bremen-Mitte getragenes Projekt an den Start. Initiiert wurde das Projekt damals vom Runden Tisch „Gesundheitliche Versorgung mobilitätseingeschränkter Frauen“, an dem auch behinderte Frauen von Anfang an beteiligt waren.



Autor: Sabellek -- 24.09.2014; 14:25:54 Uhr

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