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Bremer Protesttag kritisiert Wohnungsbauförderung

Demomonster 2013

Unter dem Motto "Inklusion leben!"  stand der 21. Bremer Protesttag gegen Diskriminierung behinderter Menschen, zu dem der Arbeitskreis Bremer Protest für den 7. Mai 2013 zu einer Demonstration und anschließenden Kundgebung aufgerufen hatte Etwa 350 Menschen mit und ohne Behinderung folgten dem Aufruf. Ein zentrales Thema: barrierefreie Wohnungen.

Anlass war der europaweite Protesttag gegen Diskriminierung behinderter Menschen. Wie im Vorjahr stand die Forderung nach der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Bremen und Bremerhaven im Mittelpunkt der Aktionen.

 

Während der Aufruf mit seinen Forderungen nach mehr Inklusion und Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention noch sehr allgemein blieb, wurden die Redner/innen auf der abschließenden Kundgebung vor dem Haus der Bürgerschaft doch sehr konkret. Vertreter/innen der Werkstatträte der Werkstatt Bremen und der Elbe-Weser-Werkstätten in Bremerhaven forderten u.a. höhere Löhne, mehr Mitbestimmung und eine Frauenbeauftragte für die Beschäftigten in den Werkstätten für behinderte Menschen. Außerdem forderten sie, dass Tagesstättenbesucher/innen in die Werkstätten für behinderte Menschen mit aufgenommen werden und dort den entsprechenden Status bekommen.

Dieter Stegmann von der LAGS Bremen und der Landesbehindertenbeauftragte Dr. Joachim Steinbrück mahnten in ihren Redebeiträgen u.a. an, dass mehr barrierefreie (rollstuhlgerechte) Wohnungen bereitgestellt werden, die auch für Menschen mit kleinem Geldbeutel erschwinglich sind. Ein wichtiges Instrument hierfür sei die Wohnungsbauförderung, doch da werde das Thema zurzeit noch völlig ausgeblendet.

 

Wilhelm Winkelmeier von SelbstBestimmt Leben Bremen erinnerte in seiner Moderation daran, dass der Protesttag in Bremen nun schon seit 20 Jahren begangen werde, und wies auf Erfolge aus dieser Zeit hin. Zu den wichtigsten Erfolgen zählte er das Amt des Landesbehindertenbeauftragten und die Beibehaltung des des Landesblindengeldes. Doch bleibe nach wie vor genug zu tun, sodass man wohl spätestens beim nächsten Protesttag im Mai 2014 wieder zusammenkommen müsse.

 

Der "Arbeitskreis Bremer Protest gegen Diskriminierung und für Gleichstellung behinderter Menschen" ist ein Zusammenschluss von Einzelpersonen sowie Organisationen und Initiativen der Behindertenhilfe und der Behindertenselbsthilfe. Er hat sich nun schon zum 21. Mal an dem europaweiten Protesttag beteiligt und organisiert auch das in der Regel jährlich stattfindene Behindertenparlament.

Weitere Informationen über den Bremer Protesttag, das Behindertenparlament und den Arbeitskreis Bremer Protest erhalten Sie bei der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe behinderter Menschen Bremen e.V., Tel. 0421/38777-14.

 



Autor: Winkelmeier -- 24.09.2014; 13:59:41 Uhr

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